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Zille Heinrich

Komposition
Die verschiedenen stilistischen Ebenen des Textes bilden die Grundlage zur differenzierten musikalischen Charakterisierung der einzelnen Figuren und Situationen. Die Komposition ist geprägt von harmonischen und rhythmischen Kontrasten, wobei jedoch stets die Singstimme im Vordergrund steht. Das Orchester bewahrt Durchsichtigkeit. Hervorzuheben sind drei musikalische Ebenen, die das Werk auszeichnen. Neben der modernen Tonsprache der Figuren werden auch die Intonation und Stilistik der Zeit um 1910 aufgegriffen sowie Originale wie z. B. "Denkste denn, denkste denn, du Berliner Pflanze" eingebunden bzw. variiert, ohne dass es zu einer Aneinanderreihung von Zitaten kommt.
Inszenierung
So wie sich Musik und Text auf Heinrich Zille konzentrieren, muss auch die szenische Realisation den Künstler in den Mittelpunkt stellen. Das Geschehen muss sich auf den Menschen Zille beziehen, es muss gezeigt werden, wie sich der Wandel vom Arbeitslosen zum freiberuflichen Künstler vollzieht. Anders als die Bezeichnung "Volksoper" nahe legt, zeichnet sich das Werk nicht durch Zille-Romantik und Folklore aus - es ist eine Oper, die ihre Popularität aus der Popularität des dargestellten Künstlers zieht. Heinrich Zille, wie wir ihn (noch) nicht kennen, abseits der Klischees und Karikaturen.
Fazit
Erst auf der Opernbühne können Musik, Text und Szene die Geschichte erzählen, kann ein Werk seine ganze Bandbreite zeigen und die Wirkung voll entfalten. Erst mit der Inszenierung ist eine realistische Beurteilung des Werkes, unbeeinflusst von Kunstdoktrinen oder Selbstzensur möglich. "Zille Heinrich" ist episches Musiktheater, das es verdient hat, endlich seine Uraufführung zu erleben. Der 150. Geburtstag der Hauptfigur im Jahr 2008 ist dafür würdiger Anlass.



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